Heißhunger: Gründe und Vorbeugung

Das starke Verlangen nach ganz bestimmten Lebensmitteln, oftmals nach Süßem oder Salzigem, ist auch als Heißhunger bekannt. Dieser kann verschiedene Ursachen haben und deutet oftmals daraufhin, dass dem Körper etwas fehlt.

 

Burger und Pommes
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Gründe für Heißhunger

  • Nährstoffmangel als Ursache
    Salzige Chips, süße Schokolade oder deftiger Käse – für das dringliche Verlangen nach etwas ganz Bestimmten kann auch ein Nährstoffmangel verantwortlich sein. Im Sommer zum Beispiel haben wir häufig Lust auf Salziges – besonders an Tagen, an denen wir viel schwitzen. Grund dafür: Mit dem Schweiß verlieren wir Natrium, dass in salzigen Lebensmitteln steckt. Käse und andere Milchprodukte dagegen enthalten viel Eiweiß, womit das Verlangen nach diesen Lebensmitteln bedeuten kann, dass der Körper mehr Eiweiß benötigt.
  • Lust auf Süßes bei starkem Hunger
    Der Klassiker jedoch ist der Heißhunger auf Süßes. Er tritt auf bei dringendem Energiebedarf. Wenn wir über einen längeren Zeitraum nichts gegessen haben, verlangt der Körper nach schneller Energie. Während er eiweißreiche Lebensmittel wie Fleisch, Milchprodukte oder auch Vollkornbrot erst einmal aufspalten muss, stehen Zucker und Weißmehlprodukte schnell als Energiequelle zur Verfügung.
  • Verwechslung: Durst statt Hunger
    Manchmal verwechseln wir Durst jedoch auch mit Hunger. Das klingt zunächst einmal merkwürdig, ist aber gar nicht so selten. Hier interpretiert unser Gehirn das Verlangen nach etwas, nämlich Flüssigkeit, als Hungergefühl. Diese Verwechslung tritt besonders bei Menschen auf, die grundsätzlich zu wenig trinken. Diese Fehlinterpretation ist also ein Grund mehr, den Körper gut mit Flüssigkeit zu versorgen, das heißt 1,5 bis 2 Liter pro Tag. Wichtig: Während Wasser und ungesüßte Tees den Durst tatsächlich stillen, machen zuckrige Getränke, wie Softdrinks und Säfte Lust auf noch mehr Süßes.
  • Zucker macht Lust auf mehr Zucker
    Das Gleiche gilt für Süßigkeiten. Sie geben dem Körper schnelle Energie, die jedoch rasch wieder verbraucht ist. Der anschließend steil abfallende Blutzucker signalisiert dem Körper: Ich brauche mehr davon! So ist es also kein Wunder, dass wir bei Schokolade, Eis und Cola immer wieder zugreifen.
  • Achtung bei Verboten
    Ein weiterer Grund für Heißhunger sind Verbote. Alles, was Sie sich verbieten, wird zur unwiderstehlichen Verlockung. Diesen Mechanismus kennen viele von einschränkenden Diäten. Wenn Sie sich etwa die Regel auferlegen komplett auf Schokolade zu verzichten, werden Sie höchstwahrscheinlich ständig daran denken müssen.

Zusammengefasst: Heißhunger kann bedeuten, dass dem Körper bestimmte Nährstoffe fehlen oder er dringend Energie benötigt. Auch Verbote bestimmter Lebensmittel führen zu Heißhunger beziehungsweise einem starken Verlangen danach.


Heißhunger vorbeugen

Um Heißhunger vorzubeugen, sollten Sie Ihren Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen – dazu zählen auch Vitamine und Mineralstoffe. Im Zweifel kann ein Arzt über einen Bluttest feststellen, ob Ihrem Körper ein bestimmter Nährstoff fehlt.

  • Abwechslung für gute Nährstoffversorgung
    Wenn Sie Ihrem Körper ein besonders breites Spektrum an natürlichen Lebensmitteln bieten, u.a. Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Nüsse, Fleisch und Fisch, ist die Nährstoffvielfalt umso größer. Eine Ernährung dagegen, die auf Fertiggerichten und hochverarbeiteten Produkten basiert, ist nährstoffarm und fördert Mängel, die sich in Form von Heißhunger äußern können.
  • Eiweiß und Ballaststoffe
    Während Zucker und Weißmehlprodukte zu einer Blutzucker-Achterbahn und damit zu Heißhunger führen, regulieren Eiweiß und Ballaststoffe den Blutzucker und machen satt. Setzen Sie daher auf eiweißreiche Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Tofu, Hülsenfrüchte, Joghurt und Quark. Eine Portion Gemüse zur Mahlzeit sorgt für reichlich Ballaststoffe, die durch ihr Volumen sättigen – ebenso Vollkornprodukte.
  • Lange Essenspausen und Hungern vermeiden
    Die effektivste Methode, um Heißhunger vorzubeugen: Versorgen Sie Ihren Körper regelmäßig mit ausgewogenen Mahlzeiten. Achten Sie darauf, dass die Pausen zwischen den Mahlzeiten vier bis fünf Stunden nicht überschreiten. Ist das der Fall, ist Heißhunger vorprogrammiert. Vor allem auch das absichtliche Hungern über den Tag führt zu Heißhunger am Abend – ebenso wie strikte Verbote bestimmter Lebensmittel. Auch, wenn Sie abnehmen wollen, müssen Sie nicht komplett auf Ihre Lieblingsspeisen verzichten.

Zusammengefasst: Versorgen Sie Ihren Körper regelmäßig mit ausgewogenen Mahlzeiten und natürlichen Lebensmitteln. Vermeiden Sie strikte Verbote und zu lange Essenspausen.