Die heutige Umwelt, macht es uns nicht gerade leicht – unsere Umgebung wimmelt nur so von Verlockungen.

Essen im Alltag: Was sind Hürden und Herausforderungen?

Die heutige Umwelt, macht es uns nicht gerade leicht, so zu essen, dass wir gesund bleiben und unser Gewicht halten. Der erste Schritt, die Hürden und Herausforderungen des Alltags zu meistern ist, sich ihrer bewusst zu werden.

Döner-Läden an jeder Ecke, Bäckereien, die Vanille-Aromen verströmen, XXL-Menüs und Familienpackungen – unsere Umgebung wimmelt nur so von Verlockungen. Hinzu kommen Stress, Leistungsdruck und der Wunsch danach, abzuschalten und zu entspannen. In der modernen westlichen Welt abzunehmen, ist nicht einfach, aber möglich. Was dabei hilft: Die richtige Strategie und professionelle Unterstützung.


Verlockungen lauern überall

Ob in Supermärkten, beim Ausgehen mit Freunden oder dem Einkaufsbummel in der Stadt – überall lauern Leckereien und Köstlichkeiten. Auch, wenn wir nicht hungrig sind, bekommen wir Lust zu essen. Kein Wunder, denn diese appetitanregenden Angebote sind so konzipiert, dass es schwerfällt, zu widerstehen: verlockende Düfte, cleveres Marketing und die passende Kaufatmosphäre.

Wenn Sie abnehmen wollen, ist es wichtig, sich dieser Tatsache bewusst zu werden: Weder die Lebensmittelindustrie, noch Bäckereien, Restaurants und Cafés werden Ihnen dabei helfen, Gewicht zu verlieren. Im Gegenteil: Ziel der Anbieter ist es, dass wir möglichst viel und möglichst oft essen. Klar, denn damit verdienen sie ihr Geld.

Zusammengefasst: In unserer Umwelt lauern überall Verlockungen. Das Ziel von Lebensmittelindustrie und Gastronomie ist es, dass wir zuschlagen.


Portionen und Packungen werden immer größer
Foto: Kenishirotie/adobe

Portionen und Packungen werden immer größer

Die Portionsgrößen, sowohl in der Gastronomie als auch im Supermarkt, sind in den letzten Jahrzehnten stetig gewachsen. Das ist einer der Gründe dafür, dass die Übergewichtszahlen immer weiter steigen. Was einleuchtend klingt, konnten Forscher in verschiedenen Studien als „Portionsgrößen-Effekt“ belegen: Wir essen mehr, wenn die Portion, die Lebensmittelpackung und auch der Teller größer sind. Das heißt eine XXL-Schokolade oder Chips-Packung verputzen wir ebenso, wie eine in „normaler“ Größe. Und: Wir gewöhnen uns schnell an die XXL-Portionen. Ein gutes Beispiel dafür, sind die Supersize-Softdrinks sämtlicher Fast-Food-Ketten. Die Forscher berechneten: Wenn Konsumenten nicht mehr zu den großen Packungen und Portionen greifen, würde sich die tägliche Kalorienmenge britischer Erwachsener um 12 bis 16 Prozent verringern – die von US-Amerikanern sogar um 22 bis 29 Prozent. (Quelle)

Zusammengefasst: Was einleuchtend klingt, konnten Studien belegen: Bei größeren Portionen und Packungen essen wir mehr. Wenn wir dagegen kleinere Portionen wählen, reduziert sich automatisch die konsumierte Nahrungsmenge.


Reizreduktion und flexible Kontrolle

Um beim Abnehmen nicht das Gefühl zu haben, ständig verzichten zu müssen oder nach dem Essen von einem schlechten Gewissen geplagt zu werden, sind gezielte Strategien und ein nachhaltiges Verhaltenstraining hilfreich. Das Genusstraining etwa, ist dabei genauso wichtig, wie zu lernen, nein zu sagen. Beim Thema Essen sind klare Entscheidungen wichtig, denn nichts ist kontraproduktiver, als ein schlechtes Gewissen oder das Gefühl von Verzicht. Zunächst einmal hilft es, schwierigen Situationen mit vielen Verlockungen aus dem Weg zu gehen. Verhaltenstherapeuten sprechen hier von Reizreduktion.

Langfristig ist die sogenannte flexible Kontrolle ein wichtiges Instrument. Wer sich flexibel kontrollieren kann, kann sein Essverhalten besser steuern. Im Gegensatz zur rigiden Kontrolle, bei der es strikte Verbote und Regeln gibt, können Sie hier, auch während der Gewichtsreduktion hin und wieder, also „flexibel“, zu Ihren Lieblingsspeisen greifen. Das heißt, Sie entscheiden bewusst, was Sie essen und haben dabei auch immer im Blick, dass Sie abnehmen wollen. Bei der flexiblen Kontrolle steht Genuss statt Verzicht im Vordergrund und es gilt ganz klar, Übung macht den Meister. Langfristig stärkt die flexible Kontrolle Ihr Selbstvertrauen und hilft dabei das Gewicht zu halten.

Zusammengefasst: Bei der flexiblen Kontrolle steht nicht der Verzicht, sondern der bewusste Genuss im Vordergrund. 


Eine Frage der Organisation und Gewohnheit

Während die meisten Menschen das Gefühl haben, beim Abnehmen gehe es in erster Linie um Disziplin, ist eine erfolgreiche Gewichtsreduktion viel mehr eine Frage der Organisation und des Gewohnheitstrainings. Die Organisation der Mahlzeiten ist eine Übungssache und auch, wenn sie zunächst etwas holprig verläuft, klappt es mit der Zeit immer besser, das eigene Essen zu organisieren und bewusst zu entscheiden, was auf den Teller kommt. Entscheidend ist hier, am Ball zu bleiben. Wenn Sie Verhaltensweisen ständig wiederholen, entstehen daraus irgendwann Routinen. Britische Forscher untersuchten in einer Studie, wie lange es dauert, eine neue Gewohnheit zu etablieren. (Was sind eigentlich Gewohnheiten?) Ihr Ergebnis: Nach durchschnittlich 66 Tagen wird eine neue Verhaltensweise zur Gewohnheit. (Quelle)

Zusammengefasst: Abnehmen hat vielmehr mit Organisation als mit Disziplin zu tun. 


Professionelle Unterstützung

Den Herausforderungen des Alltags zu begegnen, fällt leichter, wenn Sie eine professionelle Unterstützung an Ihrer Seite haben. Mit unserem digitalen Behandlungsprogramm für Adipositas, helfen wir Ihnen dabei, Ihr Gewicht auf gesunden Wege nachhaltig zu reduzieren. Unsere digitalen Programme begleiten Sie dabei tagtäglich und helfen Ihnen, Hindernisse zu überwinden.